Zur schnellen und kostengünstigen Herstellung individueller Etiketten wird in der Regel das Thermotransfer-Druckverfahren verwendet. Verbrauchsmaterial sind dabei die Thermotransfer Farbbänder.
Auch wenn heute zunehmend der Barcode bereits auf der Ware vorhanden ist, wenn sie im Supermarkt oder beim Einzelhändler ins Regal geräumt wird, so werden Etikettierungsgeräte immer noch in vielen Bereichen tagtäglich eingesetzt. Die Geräte arbeiten in der Regel mit Hitze und über Thermotransfer Farbbänder. Diese Bänder bestehen aus mehreren Schichten und übertragen mithilfe von Wärme die gewünschten Zahlen, Buchstaben oder Grafiken, zum Beispiel Barcodes, auf ein beliebiges Trägermaterial wie beispielsweise Papier, Pappe oder auch Kunststoff.
Thermotransfer Farbbänder bestehen in der Grundausführung aus drei Schichten: Dem Trägermaterial aus Polyesterfolie, mindestens einer Farbschicht und der Rückseitenbeschichtung als Schutz gegen Durchbrennen der Folie. Zusätzlich können weitere Schichten aufgebracht werden, um bestimmte Materialien bedrucken zu können oder ein besonders widerstandsfähiges Druckbild zu erreichen.
Die Auswahl aus der Menge der Thermotransfer Farbbänder ist mittlerweile beinahe unüberschaubar groß, und es gibt für jeden Einsatzzweck die passende Größe und Ausführung: Ob in der Industrie, im Einzelhandel oder im Handwerk, vielfältige Geräte und Folien stehen zur Wahl. Mittlerweile schaffen die Farbbänder in Kombination mit entsprechenden Druckköpfen eine Auflösung von 300 dpi und Geschwindigkeiten von bis zu 300 mm/s. In vielen Bereichen gehört diese Drucktechnik zum Standard, da sie schnell, kostengünstig und präzise arbeitet.
Mit der Thermotransfer-Technik können vielfältige Oberflächen bedruckt werden, sofern sie nicht schon eine Beschichtung aufweisen, die extra dafür ausgewählt wurde, dass sie nicht mehr beschreibbar bzw. bedruckbar ist. Dies kann bei einigen Beschichtungen, Bedampfungen und Lackierungen der Fall sein. Die Bedruckbarkeit lässt sich ohne großen Aufwand mit einem Kugelschreiber testen: Lässt sich die Fläche noch beschreiben, so lässt sie sich auch bedrucken. Auch wenn dieser einfache Test bereits einen wichtigen Hinweis für die Bedruckbarkeit liefert, sollte in kritischen Fällen immer zuerst ein Probedruck durchgeführt werden, um besonders bei größeren Druckkontingenten keine böse Überraschung zu erleben.